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Briancon heute |
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Der
Tourismus, ist
heute das wichtigste wirtschaftliche Standbein von
Briancon und der größte
Arbeitgeber der Region.

Durch
die Begeisterung für die Werte der
Natur und Wohlbefindens, auch Wellness
genannt,
erlebt der sanfte Tourismus seit einigen
Jahren einen Aufschwung. Eine außergewöhnliche
Umgebung, Geschichte und Kultur ermöglichen
es der Stadt, neue Gäste anzuziehen,
die darauf
bedacht sind, Lebensqualität in
geschützter Natur vorzufinden.

Briancon
ist auch ein idealer Ort für Outdoor-Sportler
und für Bergbegeisterte. Dank der
Schnellzugverbindungen kommen viele Einwohner
der großen Städte Lyon, Grenoble
oder
Marseille für ein verlängertes
Wochenende, um in den Bergen Kraft zu
tanken.

Die
Stadt kann auch auf viele Gäste
aus Italien zählen,
die in Briancon die häufig in Nord-Italien vermisste Sonne genießen.
Anlässlich der olympischen Spiele
2006 in Turin konnte Briancon sein Renommee
weiter steigern.
Turin, die Hauptstadt von Piemont, ist
weniger als 90 Minuten entfernt, wichtige
Austragungsstätten der Spiele befnden
sich im Umkreis von 50 Km.

Ene weitere Verbesserung der Anbindung der Stadt und der
Region wäre ein Eisenbahntunnel
unter dem Col de Montgenevre. Falls dieses Projekt eines
Tages verwirklicht werden solllte, wäre
Briancon ein Drehscheibe des Handels in Europa mit TGV-Bahnhof
und an das europäische
Eisenbahn-Hochgeschwindigkeitsnetz angebunden.
Aber es ist überflüssig
zu betonen, dass diese Pläne Anlass für reichlich
Polemik und Diskussionen in der Region Briancon geben. |
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Geschichte

Die auf einem Felsen über der Durance gelegene Stadt ist seit
der Bronzezeit besiedelt.
Keltische Stämme, die Brigiani, waren der Ursprung für
den römischen Namen der Stadt,
Briganto.
Während der römischen Herrschaft war Briancon Teil der
Provinz « Alpes Cottiae », diese wurde
wiederum nach dem Fürsten Cottius benannt.

Das Mittelalter war für Briancon eine goldene Zeit. Die schrittweise
Zugestehung von Freiheiten
endete in der Unterzeichung der « Grand Transaction »,
vereinbart 1343 mit den Fürsten der
Dauphiné, zu der Briancon damals gehörte. Die Region
profitierte bis zum Ende des alten
Herrschaftssystems von dieser weit reichenden Autonomie.
Die Stadt
entwickelte sich, wurde Sitz
der Vogtei und die Hauptstadt der Escartons,ein Zusammenschluß von
52 Gemeinden der
Region.
Der Sitz des Papstes in Avignon förderte den Aufschwung des
Handels, die Messen erlangten
europäische Bedeutung.

Zu Beginn der 14. Jh veränderten Kriege die Lage. Nicht enden wollende Truppenbewegungen
und Kriegshandlungen riefen große wirtschaftliche Schwierigkeiten hervor.
Zwei große
Feuerbrünste im jahre 1624 und 1692 zerstörten die Stadt fast vollkommen.
Der zweite
Wiederaufbau wurde in Form einer Ringmauer konzipiert.

Der Friede von Utrecht, der die Grenze auf dem
Col de Montgenevre festschrieb, bestärkte
den
militärischen Character von Briancon. 1815
widerstand die Stadt einer 3-monatigen Belagerung
durch die österreichisch-sardische Armee.
Bis zum 2. Weltkrieg war Briancon sowohl Garnisonsstadt
mit 4.000 Mann Besatzung als auch
eine industriell geprägte Stadt (Kohlebergbau
und Milchwirtschaft).
Im Laufe des 2. Weltkrieges
wird das italienische Fort Chaberton (3.100 m
hoch gelegen) vollständig von der französischen
Artillerie zerstört.
Zum ersten Mal am 23. August 1944 befreit, wurde
die Stadt am 29. August nochmals von den
Deutschen eingenommen, um dann am 6. September
1944 endgültig befreit zu werden.
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